Vortrag beim Fachtag für Jugendamtsleiter

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge hat sich im Rahmen der digitalen Fachveranstaltung „Aktuelle fachliche, fachpolitische und rechtliche Entwicklungen in der Kinder- und Jugendhilfe“ auch und insbesondere mit dem Thema Leaving Care beschäftigt. Als Referentin war auch ein Netzwerkmitglied dabei, das die Sichtweise von Betroffenen einbrachte. Dafür wurde die anstehende Gesetzesreform kritisch beleuchtet und Hinweise an die teilnehmenden Leitungen der Jugendämter gegeben, wie junge Menschen im Übergang in die Selbständigkeit nachhaltig unterstützt werden könnten.

 

Raus aus der Jugendhilfe – Rein in den Careleaver e.V.

Du bist Careleaver, also gerade auf dem Weg aus der Jugendhilfe in die Selbstständigkeit, und möchtest dich mit anderen Careleavern vernetzen und dich gemeinsam mit uns für unsere Rechte einzusetzen? Dann werde Mitglied im Careleaver e.V.! Wir freuen uns auf dich!

Wer sind wir?

Der Careleaver e.V. ist eine Selbstorganisation von Careleavern für Careleaver. Wir haben alle selbst den Schritt aus der Jugendhilfe in die Selbstständigkeit gemacht (oder sind noch dabei) und das war und ist nicht immer einfach. Deswegen setzen wir uns dafür ein, dass die Bedürfnisse von Careleavern wahrgenommen und ihre Rechte anerkannt werden. Und je mehr wir sind, desto stärker werden wir!

Warum sich eine Mitgliedschaft lohnt?

  • Aktives Mitwirken an einer sinnvollen Sache und ehrenamtliche Tätigkeit
  • Beitragen zur Verbesserung deiner eigenen Lebenssituation und der von zukünftigen Careleavern
  • Deutschlandweite Vernetzung und internationale Kooperationen
  • Kostenlose Netzwerktreffen, Vereinswochenenden, Workshops…
  • Du bekommst Beratung, Unterstützung und viele Informationen.
  • Übernahme von Ämtern im Verein (ab 18 Jahren)
  • Volles Antrags- und Stimmrecht im Verein

Hast du noch Fragen an uns? Dann schreib einfach eine Mail an info@careleaver.de und wir helfen dir weiter. Oder willst du gleich Mitglied werden? Dann findest du hier das Beitrittsformular.

Kein Careleaver? Aber trotzdem Interesse an einer Vereinsmitgliedschaft. Dann findest du hier die richtigen Informationen.

17. Expertengespräch: Wendepunkt für Careleaver*innen

Mit zwei Impuls-Vorträgen hat sich der Careleaver e.V. beim 17. Expertengespräch des Dialogforums „Bund trifft kommunale Praxis“ beteiligt, zu dem das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und .Jugend gemeinsam mit dem Deutschen Instituts für Urbanistik eingeladen hat.

Ruth Seyboldt (1. Vorsitzende des Careleaver e.V) brachte die Perspektive aus Sicht von Careleavern ein. Was brauchen Careleaver, um den Übergang aus der Jugendhilfe gut meistern zu können? Und wie werden diese Bereiche im aktuellen Referentenentwurf zum neuen KJSG bisher berücksichtigt?

Andrea Edler (Vorstandsreferentin Careleaver e.V) stellte unter dem Titel: „Verselbständigung – nicht allein (ge)lassen“ die Angebote des Vereins für Careleaver vor und berichtete über die Arbeit der Koordinierungsstelle.

Stellungnahme des Dialogforums Pflegekinderhilfe

Die Initiative „Dialogforum Pflegekinderhilfe“ setzt sich seit 2015 im Dialog mit den unterschiedlichen Akteur*innen in der Pflegekinderhilfe dafür ein, fachliche Handlungsbedarfe und gesetzliche Änderungsbedarfe herauszuarbeiten. Bereits im Rahmen des ersten Gesetzgebungsverfahrens zu einem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz 2017 hat das Forum sich mit Empfehlungen für den Bereich Pflegekinderhilfe eingebracht. Jetzt liegt auch die Stellungnahme zum aktuellen Referent*innenentwurf zum KJSG vor. In vielen Bereichen decken sich die Forderungen des Forums mit denen des Careleaver e.V. Zum Beispiel fordert auch das Forum Pflegekinderhilfe die vollständige Abschaffung der Kostenheranziehung. Stellungnahme_des_Dialogforum_Pflegekinderhilfe_Referent_innen_Entwurf_SGB_VIII__2020_

SGB VIII Reform

Die Verabschiedung des im Zuge der SGB VIII Reform entwickelten neuen Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) nimmt derzeit Fahrt auf. Nachdem das Bundesfamilienministerium Anfang Oktober den Referentenentwurf veröffentlicht hat, haben inzwischen etliche Fachverbände und Initiativen Stellung bezogen. Auch der Carelever e.V.

Mitglieder des Careleaver e.V. werden deshalb in den kommenden Wochen hier Gesicht zeigen und darlegen, weshalb die im neuen Gesetz angekündigten aber auch noch darüber hinausgehende Änderungen dringend nötig sind.

Was nicht wieder passieren darf! Erklärung von ForumTransfer zur 2. Welle

„Forum Transfer“ ist eine Plattform, die sich mit Beginn der Corona-Pandemie für innovative Konzepte und Zugänge in der Kinder- und Jugendhilfe einsetzt und den Praxisaustausch fördert. In ihrer Erklärung zur 2. Welle zieht das Forum Bilanz zu den Erfahrungen aus den vergangenen sechs Monaten. Fazit: Es braucht eine Digitalisierungsstrategie, um den Kontakt in der Kinder- und Jugendhilfe auch unter Pandemiebeschränkungen aufrecht erhalten zu können. Außerdem fordert das Forum einen niedrigschwelligen Zugang zum Kinderschutz und dass neben den Kindertagesstätten und Schulen auch alle präventiv und alltagsunterstützend ausgerichteten Einrichtungen und Dienste der Kinder- und Jugendhilfe offenbleiben. „Die Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit müssen Konzepte aus dem Frühjahr wieder nutzen und offenbleiben. Letztlich werden die Angebote noch mehr gebraucht als in den Sommermonaten“, betont Wolfgang Schröer von der Universität
Hildesheim.

Forum Transfer Erklärung:
Die Kinder- und Jugendhilfe in der 2. Welle. Was nicht wieder
passieren darf!

Forum Transfer_Erklärung_zur 2. Welle_2020

Careleaver-Song: Wir sind Careleaver und sprechen über unsere Recht

Das Recht durchzieht die Kinder- und Jugendhilfe in allen Arbeitsfeldern – bei den Hilfen zur Erziehung, der Kostenerstattung sowie der Kostenbeteiligung. Dieser rechtliche Rahmen nimmt Einfluss auf die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe. Umgekehrt werden aber auch aus der Praxis rechtliche Weiterentwicklungen angestoßen.

Wo und wie die beiden Ebenen zusammenwirken und was die im Zuge der SGBV III Reform angekündigten Gesetzesänderungen für Auswirkungen auf die Praxis haben werden, darüber sprachen Careleaver bei einem Workshop mit dem Jugendhilfe-Rechtsexperten Dr. Thomas Meysen.

Es war ein arbeitsintensives Wochenende, auf dessen Grundlage die Stellungnahme entstand, die bereits erfolgreich im Rahmen einer Anhörung des Familienministeriums präsentiert wurde.

Heute möchten wir aber noch ein weiteres Produkt unserer Zusammenkunft mit euch teilen. „Und so ganz spontan ist am Samstagabend beim geselligen Beisammensein mit Gitarre der Careleaver-Song entstanden“, schreibt uns Melanie Overbeck, die den Workshop federführend mit initiiert hat. „Den Song haben wir unter dem Eindruck des frischen Inputs zur SGB VIII Reform verfasst, so dass er viele Elemente enthält, die für uns als Verein in diesem Reformprozess wichtig sind.“

Careleaver Song.pdf

Online-Befragung zur Lebenssituation von Careleavern

Drei Studierende des Masterstudiengangs Soziale Arbeit an der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Münster haben in Kooperation mit uns eine Online-Befragung zur Lebenssituation von Careleavern erstellt.

Wie ergeht es jungen Menschen nach Verlassen des Hilfssystems?

Durch diese bundesweite Befragung soll herausgefunden werden, wie es den jungen Menschen nach Verlassen der stationären Jugendhilfe, sogenannten Careleavern, in Einrichtungen, Wohngruppen und/oder Pflegefamilien ergangen ist. Bislang ist über ihre Lebenssituation nach Verlassen der Jugendhilfe nur wenig bekannt.

Wir sind dankbar für jede Teilnahme an der Befragung bzw. Unterstützung durch die Weiterleitung an interessierte Careleaver. Auf diese Weise können Hinweise zur Verbesserung der Hilfsangebote für Careleaver zusammengestellt werden und die Erkenntnisse helfen, die Interessen von jungen Menschen nach der Jugendhilfe zielgenauer zu vertreten.

Eine Teilnahme ist möglich, für…

  • junge Menschen, die die stationäre Jugendhilfe (Einrichtung/Wohngruppe/Pflegefamilie) endgültig verlassen haben und daraufhin in ein eigenverantwortliches Leben gestartet sind,
  • und sie nicht älter als 47 Jahre sind (Altersgrenze ergibt sich aufgrund der Jugendhilfereform 1990).

Teilnahme

  • Die Onlinebefragung wird ca. 10 Minuten dauern.
  • Die Befragung und alle Angaben sind freiwillig.
  • Die Antworten werden anonym und vertraulich behandelt.
  • Pro Gerät kann nur 1x teilgenommen werden.

Zur Online-Befragung

Als Dankeschön für die Teilnahme kann jede/r Teilnehmende am Ende des Fragebogens zu einer Verlosung von 10 Kinogutscheinen im Wert von je 10 € teilnehmen.

Bei Fragen und Anmerkungen kann das Forschungsteam per Mail kontaktiert werden: forschungsprojekt-careleaver@katho-nrw.de