CareHo

logo-homepage-1000-288-rotInformation zum Projekt CareHo (Careleaver an Hochschulen in Niedersachsen)

Das Projekt CareHo wird vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur im Rahmen des Programms „Wege ins Studium öffnen – Studierende der ersten Generation gewinnen“ gefördert und von der Universität Hildesheim, Institut für Sozial- und Organisationspädagogik durchgeführt. Außerdem sind fünf kooperierende Hochschulen in Niedersachsen beteiligt (Vechta, Oldenburg, Emden, Holzminden, Hildesheim). Bei der Projektdurchführung freuen wir uns sehr mit dem Verein „Careleaver e.V.“ kooperieren zu können.

Projektlaufzeit: 2013-2016

AnsprechpartnerInnen: Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Dr. Katharina Mangold, Sara Milde

 

Hintergrund:

Die Lebenssituation von jungen Menschen, die in der stationären Jugendhilfe (Wohngruppen, Pflegefamilien usw.) aufgewachsen sind, gestaltet sich insbesondere im Übergang aus der Jugendhilfe in die Selbständigkeit, z.B. ins Studium, als besondere Herausforderung. Sie müssen den Übergang in Selbständigkeit im Gegensatz zu ihren Peers früher, schneller und i.d.R. ohne familiäre Unterstützung bewältigen (vgl. Köngeter/­Schröer/Zeller 2013). Studien über den Übergang ins Studium zeigen z.B., dass ihre Altersgenossen in dieser Phase wieder vielfältig auf die Unterstützung ihrer Eltern zurückgreifen. Internationale Studien belegen ebenfalls die prekäre Lebenssituation der Care Leaver in dieser Lebensphase (vgl. beispielsweise Stein 2012). Insgesamt werden darum höhere Bildungsabschlüsse von jungen Menschen aus der Heimerziehung oder aus Pflegefamilien vergleichbar selten erreicht und der Anteil an höherer und weiterführender Bildung ist extrem niedrig (vgl. z.B. Jackson/Ajayi/Quigley 2003).

 

Ziel des Projektes:

Das Projekt CareHo hat das Ziel, Care Leaver an den Hochschulen in Niedersachsen miteinander zu vernetzen und die Zugangsschwellen für Care Leaver an den beteiligten Hochschulen und damit verbunden – im Sog – möglicherweise auch zu andere Hochschulen abzubauen. Es ist zudem das Anliegen des Projekts, mehr junge Menschen in stationären Hilfen möglichst frühzeitig für ein Studium zu motivieren. Hierzu sollen insbesondere Care Leaver, die bereits an der Hochschule studieren, als „Rollenvorbilder“ agieren. Aber auch Einrichtungen und Mitarbeiter/innen der Jugendhilfe sollen von dem Projekt erreicht werden, um den Übergang junger Menschen an die Hochschule auch auf dieser Ebene zu unterstützen. Im Übergang müssen Passungsverhältnisse hergestellt werden, in welchen die Bedürfnisse und Ressourcen der Care Leaver mit denen der Hochschule zusammengebracht werden müssen. Hier ist es insbesondere wichtig, die bereits existierenden Angebote für Care Leaver zugänglich zu machen, aber auch auf die spezifische Lebenssituation von Care Leavers an Hochschulen aufmerksam zu machen.

 

Kontakt:

careho@careleaver.de oder 05121/883-11752

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