Careleaver e.V. im BR-Beitrag zur Kostenheranziehung

Ein Mitglied der Regionalgruppe München berichtet in einem Fernsehinterview des Bayrischen Rundfunks, welche Auswirkungen die Kostenheranziehung auf ihr Leben hatte. Sie erklärt, warum es ungerecht ist, dass junge Menschen in stationärer Jugendhilfe oder Pflegefamilien bisher während ihrer Ausbildung einen Großteil ihres Einkommens abgeben mussten. Und: Warum es sinnvoll ist, die Kostenheranziehung ganz abzuschaffen.

Link zum Beitrag 

 

Wo steht die Pflegekinderhilfe in Deutschland?

Digitale Transfertagung des Dialogforum Pflegekinderhilfe

Auf der digitalen Transfertagung diskutieren die bundesweit mitwirkenden Expert*innen mit Betroffenen, kommunalen Vertreter*innen, Fachpraxis und Verbänden. Themen sind vor allem die Anforderungen an den gelingenden Transfer der erarbeiteten Forderungen und Diskussionsergebnisse in der Zusammenarbeit mit Eltern, beim Thema Schutz und Rechte sowie bei Themen wie Pflegekinder mit Behinderungen, Migration, Careleaving, Vormundschaft u.a.m.

Die Debatten und Ausarbeitungen im Rahmen des Dialogforum Pflegekinderhilfe haben deutlich gemacht, dass es bei der Weiterentwicklung der Pflegekinderhilfe wichtig ist, Anschlüsse an die Reformen im Bereich des Gesamtspektrums der Hilfen zur Erziehung zu halten und gleichzeitig die Besonderheit der Pflegekinderhilfe zu berücksichtigen.

Die Transfertagung richtet sich an Fachkräfte öffentlicher und freier Träger in der Pflegekinderhilfe und den angrenzenden Arbeitsfeldern sowie an Wissenschaftler*innen und die interessierte Öffentlichkeit.

Infos und Anmeldung

Wie geht es Careleavern während der Corona-Pandemie?

Im Rahmen der SOS-Längsschnittstudie wurden im Herbst 2020 junge Erwachsene, die aus einer stationären SOS-Einrichtung ausgezogen sind, dazu befragt, welche Auswirkungen der Pandemie sie auf die verschiedenen Bereiche ihres Lebens und auf ihr emotionales Wohlbefinden wahrnehmen. Jetzt liegen erste Ergebnisse vor: Die Auswirkungen der Pandemie haben gravierende  Auswirkungen auf das psychologische Wohlbefinden von Careleavern. Für Care-Leaver können diese neuen Erfahrungen in der Pandemie bedeuten, dass biographische Belastungen aktualisiert werden und die bei einigen labile psychische Gesundheit nachhaltig gefährdet ist. Von den Autoren der Studie wird deshalb der Zugang zu Beratung und therapeutischer Unterstützung als besonders bedeutsam hervorgehoben.

Die stärksten Veränderungen werden im Bereich Beruf und Bildung beschrieben.

Link zur SOS-Längsschnittstudie 

Einladung zum digitalen Netzwerktreffen

Leider entspannt sich die Situation nicht, so dass wir uns entschieden haben, das Netzwerktreffen – ursprünglich in Kirchvers – online durchzuführen. Wir sind uns bewusst, dass ein Online-Treffen kein Treffen in Präsenz ersetzen kann. Dennoch möchten wir euch die Möglichkeit geben, euch online an dem Wochenende vom 21.-24. Mai zu sehen.

Das Vorbereitungs-Team hat ein abwechslungsreiches Online-Programm auf die Beine gestellt, mit vielfältigen Möglichkeiten, sich beim gemeinsamen Kochen und Fotos zeigen näher kennenzulernen.

Wer noch weitere Ideen für Angebote hat und dafür gerne einen virtuellen Raum zur Verfügung hätte, soll sich gerne beim Orga-Team melden.

Alle weiteren Infos, die genauen Termine und wo ihr euch zu den jeweiligen Sessions anmelden könnt, findet ihr in der Einladung.

Einladung_Online-Netzwerktreffen_21.-24.05.2021

Careleaver e.V. im WDR-Feature: Mehr Rechte für Pflegekinder

Zeitgleich mit der 2. und 3. Beratung im Bundestag über das Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen hat der WDR heute ein Feature über die Situation von Careleavern gesendet.

Mehrere Mitglieder des Careleaver e.V. kommen darin zu Wort und erklären, wie es ihnen im Übergang aus der Jugendhilfe in die Selbständigkeit ergeht und warum Careleaver einen eigenen Rechtstatus brauchen. Oder, wie unsere stv. Vorsitzende Melanie Overbeck es im Beitrag ausdrückt: Careleaver müssen das Recht auf Scheidung von ihren leiblichen Eltern bekommen.

Link zum Beitrag 

In Bayern tut sich was!

Das Auftakttreffen der Careleaver Regionalgruppe in München war gut besucht, die Gruppe wächst und es gibt jede Menge Ideen für nächste Aktivitäten.

Außerdem hat sich auf Initiative von Fachkräften und Studierenden der Hochschule für soziale Arbeit in Landshut die Initiative Care Leaver in Bayern gegründet. Sie laden zu einem virtuellen Gespräch mit der Grünen-Abgeordneten Kerstin Celina einlädt.

Thema: Brauchen Careleaver in Bayern eine Lobby?

Zugangslink und weitere Infos findet ihr auf ihrem Flyer:

Einladung-Veranstaltung-Leaving Care

 

25. April Global Care Leavers` Community Cafe

Einmal im Monat lädt die Careleaver Community zum Austausch ins Global Care Leavers`Cafe. Dieses Mal geht es um das Thema „building healthy relationships“ – wie können wir gute Netzwerke aufbauen?

Das virtuelle Treffen wird von einem Team aus indischen und deutschen Care Leavern gemeinsam vorbereitet..

Schaut vorbei und diskutiert mit Careleavern aus der ganzen Welt.

Anmelden könnt ihr euch über diesen Link

http://careleaverscommunity.org/upcoming.html

Außerdem liegt jetzt der Abschlussbericht der ersten Careleaver-Convention vor, die von Oktober bis November 2020 stattgefunden hat. Über 2300 Teilnehmende aus 83 Ländern haben daran teilgenommen und so den Grundstein für ein weltweites Careleaver-Netzwerk gelegt.

Die Ergebnisse dieses erfolgreichen Treffens unter dem Motto „Nothing about Us for Us“ sind in diesem Report nochmal zusammengefasst. Außerdem erfahrt ihr, wie es weitergeht und was die nächsten Ziele und Aktionen des internationalen Careleaver-Netzwerks sind.

CLC_Report

Zukunftsimpulse für die Heimerziehung

Mit einem Gespräch über „Empfehlungen zur Weiterentwicklung aus dem Zukunftsforum Heimerziehung“ eröffnete unsere Vorsitzende Ruth Seyboldt gemeinsam mit Alain Lukianoff, Vorsitzender des Landesheimrats Hessen und Angela Maria Lögering (stv. Leiterin des Referats Rechtsfragen der Kinder- und Jugendhilfe im BMFSFJ) die von der IGFH organisierte Transfertagung des Zukunftsforums Heimerziehung.

Das Zukunftsforum Heimerziehung hat in den vergangenen zwei Jahren als fachliches Diskussionsforum unter systematischer Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Eltern einige zentrale Entwicklungsbedarfe und Strukturmerkmale gelingender Heimerziehung herausgearbeitet. Das jetzt vorgestellte Abschlusspapier verdichtet die Empfehlungen und Forderungen aus (Beteiligungs-) Werkstätten, Expertisen, Dokumentationen und der Diskussionen der begleitenden bundesweit besetzten Expert*innenrunde.

Unsere Vorsitzende betonte vor allem, wie wichtig es ist, Kinder- und Jugendliche künftig stärker zu beteiligen. „Ich hatte früher eher das Gefühl, dass Andere über mich entscheiden, und habe mich deshalb ohnmächtig gefühlt.“ Außerdem plädierte sie für einen sensibleren Umgang der Einrichtungen, in puncto soziale Teilhabe. „Es kann zum Beispiel wirklich peinlich sein, wenn man mit dem Einrichtungsauto, das auffällig beklebt ist, irgendwo hingebracht oder abgeholt wird. Oder wenn in der Einrichtung irgendwelche Punkte- oder Putzpläne frei einsehbar sind und jeder, der mich besuchen will, sieht, wie ich mich benommen habe.“

Das Abschlusspapier macht deutlich, dass es notwendig ist, „Heimerziehung“ neu in der Gesellschaft zu positionieren.