Einladung zum Netzwerktreffen „Careleaver and Friends“

Für das nächste Netzwerktreffen vom 23.-25. November 2018 haben wir uns etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Wir möchten mit euch feiern! Denn unser Netzwerk gibt es seit mittlerweile sechs Jahren. Und in dieser Zeit hat sich viel entwickelt. Darum laden wir euch zum gemeinsamen Fest ein – gerne auch in Begleitung eures Partners/eurer Partnerin oder der besten Freundin/des besten Freundes! Weitere Informationen findet ihr auf unserer Einladung.

Stellungnahme zur Empfehlung zur Kostenheranziehung

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter hat eine Empfehlung zur Kostenheranziehung erarbeitet. Diese betrifft auch junge Menschen in stationärer Hilfe selbst, die mit ihrem Einkommen und/oder Vermögen an den Jugendhilfekosten beteiligt werden. Damit wird das Sparen auf bestimmte Zwecke (z.B. Führerschein, Wohnungseinrichtung oder Kaution) verhindert und auch die Motivation, selbst Geld zu verdienen (im Rahmen eines Neben- oder Ferienjobs oder einer Ausbildung) stark eingeschränkt. Insgesamt werden die Ziele der Jugendhilfe durch die Kostenheranziehung untergraben und Selbständigkeit – auch in wirtschaftlicher Hinsicht – verhindert. Der Careleaver e.V. hat deshalb gemeinsam mit dem Landesheimrat Hessen eine Stellungnahme zur Empfehlung zur Kostenheranziehung erarbeitet. Diese finden Sie hier: Stellungnahme Kostenheranziehung.

Qualifizierung einer Einrichtung

Um ihre Erziehungsstellen im Bereich Leaving Care zu schulen, lud eine Einrichtung ein Netzwerkmitglied für einen Workshop ein. Die Erziehungsstelleneltern lernten dabei die besonderen Herausforderungen für Careleaver im Übergang kennen und entwickelten gezielte Ideen, wie dies innerhalb der Einrichtung besser abgefangen werden kann.

Careleaver bei den Jugendhilfeplanern

Die diesjährige Tagung der Jugendhilfeplanung in Baden-Württemberg stand unter dem Titel „Hilfen für junge Erwachsene in prekären Lebenslagen“. Nach einem Fachvortrag von Dr. Severine Thomas von der Universität Hildesheim gestalteten zwei Netzwerkmitglieder einen Workshop. Dabei brachten sie den Jugendhilfeplanerinnen und Jugendhilfeplanern näher, was aus Sicht von Careleavern notwendig ist, damit Jugendhilfe nachhaltig wirkt. Es zeigte sich, dass das Thema Leaving Care bei der Jugendhilfeplanung noch am Anfang steht und so wurde gemeinsam überlegt, wie die Anliegen vorangebracht werden können.

Netzwerktreffen in Magdeburg

Vom 15. bis 17. Juni 2018 fand das erste diesjährige Netzwerktreffen statt. Als Treffpunkt haben wir uns dieses Mal auf Magdeburg geeinigt. Untergebracht in der Jugendherberge hatten wir viel Zeit, uns kennenzulernen und uns auszutauschen über das, was uns gerade beschäftigt. Am Samstag fand außerdem die Jahreshauptversammlung des Careleaver e.V. statt und es gab Informationen dazu, wie man sich in das Netzwerk aktiv einbringen kann. Wir sind schon gespannt, was sich in der nächsten Zeit alles bewegen wird!

Teilnahme am Tag des Kindeswohls

Was brauchen Pflegekinder? Diese Frage stand im Mittelpunkt des diesjährigen „Tag des Kindeswohls“ in Holzminden, welcher von der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes organisiert wurde. Verschiedene Professionen brachten ihr Wissen den ca. 350 Teilnehmern und Teilnehmerinnen in Vorträgen und Diskussionen näher. Auch zwei Vertreter des Careleaver-Netzwerkes waren anwesend und konnten in einer Podiumsdiskussion die Bedeutung des Übergangs in die Selbständigkeit darstellen.

Handlungsanregungen für Träger der diakonischen Erziehungshilfe in Württemberg

Bei der diesjährigen Klausurtagung der Träger der diakonischen Erziehungshilfe in Württemberg stand u.a. das Thema der jungen Erwachsenen in und nach der Jugendhilfe im Mittelpunkt. Neben den Ergebnissen des 15. Kinder- und Jugendberichts, welche durch einen Vertreter des Landesjugendamtes vorgestellt wurden, sollte auch die Perspektive der Betroffenen in den Blick genommen werden. Hierfür stellte ein Netzwerkmitglied die Careleaver-Forderungen vor und gab den ca. 40 Teilnehmenden aus der Fachpraxis konkrete Ideen, wie diese umgesetzt werden könnten. Besonders hinzuweisen bleibt auf die Themen der Partizipation und der bewussten Gestaltung von Übergängen durch die Fachkräfte. Dafür bedarf es insbesondere rechtskreisübergreifendes Wissen und entsprechende Kooperationen.

Neue Regionalgruppe im Rhein-Main-Gebiet

Am 17. März 2018 trafen sich sechs Careleaver und Careleaverinnen aus dem Rhein-Main-Gebiet und gründeten eine neue Regionalgruppe. Ziel ist die Vernetzung mit anderen jungen Menschen, deren Jugendhilfemaßnahme bald endet oder schon vorbei ist. Bei regelmäßigen Treffen im Rhein-Main-Gebiet kann in entspannter Atmosphäre über aktuelle Themen gesprochen werden und so Unterstützung erfahren werden. Außerdem sollen die Einrichtungen und Träger der Umgebung besucht werden, um den oft sehr abrupten Übergang von der Jugendhilfe in die Selbständigkeit zu thematisieren und auf den Verein als Anlaufstelle für Jugendliche in dieser Situation aufmerksam zu machen.

Die Regionalgruppe freut sich über neue Gesichter! Falls Du also Lust hast, melde Dich doch einfach unter info@careleaver.de.

Mitarbeit im Dialogforum Pflegekinderhilfe

Wie geht es mit dem Dialogforum Pflegekinderhilfe weiter? Damit beschäftigen sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen bei der Sitzung in Berlin am 16.03.2018, bei der auch ein Vertreter des Careleaver e.V. anwesend war. Frau Dr. Schmid-Oberkirchner vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend verkündete, dass die neue Bundesregierung eine Fortführung des Forums begrüße. Somit wird das Thema Leaving Care als Querschnittsthema auch weiterhin auf der Agenda des Dialogforums Pflegekinderhilfe stehen, worüber wir uns sehr freuen!

Zu Gast beim Sozialausschuss der Bayrischen Landesregierung

Der Sozialausschuss der Bayrischen Landesregierung hat eine Vertreterin des Careleaver e.V. eingeladen, um die Situation der Careleaver darzulegen.

Diskutiert wurde, welche Weichen die Landesregierung durch Gesetze stellen kann, um den Übergang von der stationären Erziehung hin zu einem von der staatlichen Fürsorge unabhängigen Leben zu erleichtern. Sowohl die 75% Regel als auch elternunabhängige Unterstützungsangebote für Ausbildung oder Studium standen hier zur Debatte.