Haltungsworkshop vom 16.-18. Oktober in Kassel

Liebe Careleaver,

vom 16.–18. Oktober findet unser nächster Workshop in Kassel statt. Wir möchten mit euch gemeinsam die möglichen Reformen und Veränderungen im Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII) diskutieren. Diese betreffen uns als Verein direkt, weil eben auch das Kinder- und Jugendhilfegesetz Teil des SGB VIII ist. Deswegen werden wir folgenden Fragen an diesem Wochenende auf den Grund gehen:

  • Was ist das SGB VIII überhaupt?
  • Welche Änderungen sind dafür geplant und welche Konsequenzen können diese haben?
  • Welche Ziele hat der Verein damit erreicht?
  • Was bedeuten die Reformen im SGB VIII für unsere Vereinsarbeit?
  • Welche neuen Vereinsziele können wir für die Zukunft formulieren?

Anmelden könnt ihr euch bis zum 5. Oktober über info@careleaver.de

Weitere Infos findet ihr hier im Programm. Einladung_Haltungsworkshop

Schön wars!! Marie und Michelle über das NWT in Bremen

Nach einer langen Pause fand endlich wieder ein Netzwerktreffen statt. Nachdem die meisten am Freitag angekommen sind, haben wir entspannt zu Abend gegessen, uns unterhalten und Spiele gespielt.

Einige haben sich der Vorstandssitzung angeschlossen und mitgearbeitet. Da sie nicht allzu lange gedauert hat, konnten wir uns etwas später auch zu den anderen setzen.

Nach dem Frühstück am Samstagmorgen sind wir zu unserem Seminarraum, nahe unserer Herberge gelaufen. Wir besprachen was die letzte Zeit über passiert ist, um auf einen Standpunkt zu kommen und haben viele Themen bezüglich unserer AG’s und deren Projekte besprochen.

Nach der Mittagspause haben wir unsere Schnitzeljagd in Bremen gestartet. Wir haben durch verschiedene Hinweise einige Sehenswürdigkeiten und Orte in Bremen besichtigen können. Zu jeder angezeigten Station haben wir Fotos gemacht, da die Schnitzeljagd mit einem kleinen Wettbewerb verbunden war. Das lustigste Foto gewinnt!

Einige Zeit lang wanderten wir durch die Stadt, rätselten und hatten unseren Spaß.

Am Nachmittag haben wir Fotos mit unseren neuen Careleaver-Pullis und T-Shirts gemacht und abends die Gewinner der Schnitzeljagd gekürt.

Der Sonntagmorgen war ein kurzes Zusammensein, da die meisten schon um 12 aufgebrochen sind.

Wie immer war es ein schönes Wochenende, bei dem sich alte Teilnehmer wiedersehen konnten und man Neue kennenlernen konnte.

Wir freuen uns sehr auf das nächste Treffen in Frankfurt! 🙂

Team „Die Gefährten“ betet den Bremer Roland an – und punktet damit bei der Bildauswertung!

Kurt & Maria Dohle Stiftung fördert das Projekt „Careleaver machen mobil“

Schon länger denkt der Careleaver e.V. darüber nach, dass die Website einen Neuanstrich gebrauchen könnte. Aber immer stand zu viel anderes auf der Tagesordnung der Vereinswochenenden, und boten die Netzwerktreffen nie genügend Zeit, um sich in Ruhe darüber auszutauschen.

Dank der Zusage der Kurt & Maria Dohle Stiftung können wir das Projekt jetzt endlich angehen. Unter dem Motto „Careleaver machen mobil“ wird es zwei Workshops geben, in denen wir mit Experten über unsere Wünsche für eine neue Vereinswebsite diskutieren und gemeinsame Ziele dafür definieren.

Im Workshop „My Story“ liegt der Fokus auf dem Austausch über unsere Lebensgeschichten, gleichzeitig werden wir die Geschichten als Beispiele für die neue Homepage aufbereiten.

Wir danken der Kurt & Maria Dohle Stiftung und machen uns voller Elan an die Arbeit!

Netzwerktreffen in Zeiten von Corona

Wir haben lange überlegt und durchaus kontrovers diskutiert, ob wir an unserem Plan, im September wieder ein Netzwerktreffen zu veranstalten, festhalten sollen. Die Treffen sind mit das Herzstück unseres deutschlandweiten Netzwerks und vor allem von unseren jüngeren Mitgliedern bekamen wir die Rückmeldung, dass das persönliche Gespräch und der Austausch inzwischen doch sehr fehlt.

Da wir davon ausgehen, dass das Virus uns noch über einen längeren Zeitraum begleiten wird, haben wir entschieden, dass wir das Treffen nicht absagen. Aber wir werden über die jeweils geltenden Hygienebestimmungen hinaus (für deren Einhaltung wir selbstverständlich sorgen) auch selbst alles dafür tun, dass die Ansteckungs- und Verbreitungsgefahr so gering wie möglich gehalten wird.

So haben wir das Programm nochmal umgestaltet, verzichten auf den gemeinsamen Besuch öffentlicher Orte und sind gerade dabei, die für unsere Treffen geltenden Hygienebestimmungen an alle Teilnehmer zu kommunizieren. Das Treffen wird – mit Mundschutz und vielen Aktionen in Kleingruppen – anders werden, als wir es bisher kennen. Aber: wir sehen uns !!!

International declaration on Responding to the transnational needs of Care Leavers amidst COVID-19 & behond!

Der Careleaver e. V. veröffentlicht mit anderen Organisationen eine internationale Erklärung zu den Bedürfnissen von jungen Menschen aus Einrichtungen und Pflegefamilien in der Corona-Zeit. Zu der Erklärung wird es auch eine internationale Online-Konferenz geben, an der Interessierte kostenfrei teilnehmen können.

Letztes Jahr fand in Neu-Delhi eine Begegnung zwischen Mitgliedern und Fachkräften der Universität Hildesheim, Udayan Care und der Careleaver-Organisationen CLAN und Careleaver e. V. statt. Die Teilnehmenden entwickelten Ideen für eine längerfristige Kooperation, die aktuell coronabedingt digital umgesetzt werden. Dieses Jahr sollte die 1. Internationale Care Leaver Convention in Neu-Delhi stattfinden, die leider auf Grund der Pandemie ausfiel, aber nachgeholt werden soll. Um den internationalen Austausch weiterhin aufrechtzuerhalten, haben sich Careleaver weltweit vernetzt, um digital an verschiedenen Projekten zu arbeiten.
Mit Unterstützung der Universität Hildesheim, Udayan Care, SOS Children’s Villages International und Kinder Perspectief wurde eine internationale Erklärung zu den Bedürfnissen von jungen Menschen aus Einrichtungen und Pflegefamilien in der Corona-Zeit veröffentlicht. Die Erklärung beinhaltet elf aus Sicht der jungen Menschen wichtige Themen und Empfehlungen zur Beseitigung von Problemen, die insbesondere in der Corona-Zeit deutlich in Erscheinung treten. Zu der Erklärung wird es auch eine internationale Online-Konferenz geben, in der junge Menschen weltweit Einblick in ihre Lebenssituation geben. Der Careleaver e. V. wird in der Online-Konferenz über seine Aktivitäten und die Bedeutung sozialer Netzwerke, insbesondere in Krisenzeiten, berichten. Eine Einladung zu der Online-Konferenz folgt noch. Bei Fragen kannst du dich bzw. können Sie sich gerne bei info@careleaver.de melden.

Neues aus dem Notfallfonds

Seit fast einem halben Jahr existiert nun der Notfallfonds und wir möchten euch gerne über unsere Arbeit und die Weiterentwicklung auf dem Laufenden halten.
An den steigenden Antragszahlen wird deutlich, dass sich die Existenz des Notfallfonds herumspricht. Aus ganz Deutschland erreichen uns Anträge, die wir im Entscheidungsgremium individuell diskutieren. Natürlich bleiben die Personen hinter den Anträgen anonym. Für jede versuchen wir eine gute Lösung zu finden – diese kann von einer Beratung bis hin zur finanziellen Unterstützung reichen. Wichtig ist dabei, dass die Careleaver mit einer neuen Perspektive weitermachen können.
Auch wir als Mitglieder der AG Notfallfonds lernen viel Neues bei dieser ehrenamtlichen Tätigkeit und merken deutlich, wo die Lücken im System beim Prozess des Leaving Care sind. Uns freut, dass wir denen etwas entgegensetzen können, merken jedoch auch, dass es grundlegende Veränderungen braucht, um Careleavern einen fairen Start in die Selbständigkeit zu ermöglichen.
Diese Gelegenheit möchten wir auch nutzen, um ein großes Dankeschön auszusprechen.
Wir danken allen unseren Spender*innen, die den Notfallfonds überhaupt erst ermöglicht haben und auch unseren Vereins- und Netzwerkmitgliedern, mit deren Unterstützung wir den Notfallfonds bekannt machen konnten. Außerdem danken wir auch jeder Person, die dem Careleaver e.V. so viel Vertrauen entgegenbringt, um einen Antrag zu stellen.
Wollt ihr mehr über den Notfallfonds erfahren? Weitere Informationen findet ihr hier (Verlinkung) oder schreibt einfach an notfallfonds@careleaver.de.
Eure AG Notfallfonds

Besuch bei der Jugendberatung Freiburg

Da sich unsere Koordinierungsstelle in Freiburg befindet, möchten wir uns natürlich auch vor Ort gut vernetzen. Deswegen stattete unsere Referentin Katharina Treyer der Jugendberatung Freiburg einen Besuch ab. Diese Beratungsstelle setzt sich seit über 40 Jahre als anerkannter freier Träger der Jugendhilfe für die Belange junger Menschen im Raum Freiburg ein – auch für Careleaver.
Wir hatten die Möglichkeit, die Arbeit und Vorhaben des Careleaver e.V. vorzustellen und auf diese Weise wieder ein Stück mehr dafür zu sorgen, dass weitere Careleaver von uns erfahren. Aber es war zudem auch sehr interessant zu erfahren, wie die Jugendberatung Freiburg aufgebaut ist und wie gut durchdacht sie arbeitet. Gerade der ganzheitliche Ansatz ist sinnvoll. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion rund um das Thema Leaving Care und von der beiden Seiten profitieren konnten.

Mitarbeit im Fachbeirat des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft

Viele Care Receiver haben einen Vormund und machen damit sehr unterschiedliche Erfahrungen. Manche haben eine sehr gute Beziehung zu ihren Vormündern und finden gerade auch in der Zeit des Übergangs – aus der Jugendhilfe ins eigenständige Erwachsenenleben – in ihnen eine/n kompetenten Ansprechpartner*in für alle damit verbundenen Fragen. Es gibt aber auch Fälle, in denen das Verhältnis zwischen Vormund und Mündel problematisch ist und Careleaver nicht die Hilfestellungen bekommen, die sie sich von ihren Vormündern wünschen.
Dem Carelevaer e.V. ist es deshalb wichtig, auch im Bereich Vormundschaft die Erfahrungen der einzelnen Mitglieder und daraus abgeleitete Anregungen, wie eine gelungene Vormundschaft gelingen kann, einzubringen.
Derzeit vertritt Ruth Seyboldt den Careleaver e.V. im Fachbeirat des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft e.V. Dabei handelt es sich um eine Vereinigung von Einzelpersonen und Institutionen, die im Bereich Vormundschaft und an deren Grenzen tätig sind. Das Ziel ist die fachliche Weiterentwicklung von Vormundschaften mit besonderem Blick auf die Bedürfnisse der Heranwachsenden. Im Juni fand die zweite Beiratssitzung statt. Themen waren unter anderem eine neu erschiene Expertise zum Thema Umgang sowie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Entscheidungen, die dem/der Vormund*in zugeordnet sind.“