Einladung zum Netzwerktreffen in Kirchvers

 

 

Unser nächstes Netzwerktreffen findet in diesem Jahr über Pfingsten vom 21.-24. Mai 2021 in Kirchvers statt, einem kleinen Ort zwischen Gießen und Marburg. Da wir uns schon lange nicht mehr sehen konnten, möchten wir dieses Wochenende nutzen, um neue Personen in unserem Netzwerk zu begrüßen und gemeinsam eine schöne und entspannte Zeit zu verbringen. Wir haben ein Freizeitgelände ganz für uns alleine und können GESELLSCHAFTSSPIELE spielen, LAGERFEUER machen, IN DER NATUR WANDERN oder abends auf FACKELWANDERUNG gehen.

Natürlich müssen wir die Schutzverordnungen weiterhin im Blick behalten und unsere Planungen immer der aktuellen Situation entsprechend anpassen. Das bedeutet, dass wir ggf. die Teilnehmerzahl reduzieren, Regelungen den Schutzverordnungen anpassen oder im schlechtesten Fall das Netzwerktreffen absagen müssen. Jetzt sind wir aber erst einmal optimistisch, dass wir uns im Mai in Kirchvers treffen können.

Die Teilnahme ist kostenlos. Fahrtkosten und Kosten für Verpflegung und Unterkunft werden übernommen.

Wer dabei sein möchte, bitte einfach unter selina.stefan@careleaver.de oder unter 0152/24722800 melden. Wir freuen uns auf euch.

Einladung

Zweites bundesweites Netzwerktreffen der Landesheimräte

Die Landesjugendhilferäte sind selbstorganisierte Gremien, die sich für die Wahrnehmung der Rechte von Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen in Einrichtungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe einsetzen.

Vom 19. bis 21.02.2021 trafen sich die bestehenden landesweiten Interessenvertretungen in der stationären Kinder- und Jugendhilfe zu ihrem zweiten Netzwerktreffen auf Bundesebene. Der Einladung des Landesheimrat Hessen folgten der Landesheimrat Bayern, Jugend vertritt Jugend aus Nordrhein-Westfalen, der Landesjugendhilferat Rheinland-Pfalz und der Kinder- und Jugendhilfe Landesrat Brandenburg. 35 junge Menschen der einrichtungsübergreifenden Interessenvertretungen arbeiteten gemeinsam an den Themen, die für sie wichtig sind.

In einem Workshop beschäftigten sie sich auch mit den Herausforderungen von Careleavern. Dabei wurde deutlich, dass viele der angesprochenen Themen die jungen Menschen unabhängig vom Bundesland, in dem sie leben, betreffen und es ein gemeinsames Engagement erfordert, um Veränderungen anzustoßen.

Pressemitteilung-BUNDI

Jugendhearing: Wie geht es jungen Menschen in Corona-Zeiten?

Corona und die Folgen – darum ging es beim großen Jugend-Hearing zu dem das Bundesjugendministerium eingeladen hatte. Um die spezifische Perspektive von Careleavern einzubringen, hat sich auch der Careleaver e.V. daran beteiligt. Zu der digitalen Konferenz waren über 100 Jugendliche zwischen 12 und 27 Jahren sowie Interessenvertretungen von jungen Menschen, Fachverbände und Vertreter der Länder und Kommunen eingeladen.

In verschiedenen Arbeitsgruppen mit den Themenschwerpunkten Bildung, Arbeit und Freizeit haben die Teilnehmer/-innen intensiv über die Folgen der Pandemie sowie aktuelle Bedarfe von Jugendlichen und jungen Erwachsenen gesprochen und anschließend gegenüber der Bundesfamilienministerin konkrete Empfehlungen ausgesprochen. Dabei haben sich unter anderem folgende Punkte als besonders wichtig für die jungen Menschen herausgestellt:

  1. Junge Menschen sind mehr als Schülerinnen und Schüler; auch das außerschulische Leben muss bei den aktuellen coronabedingten Entscheidungen in den Blick genommen werden.
  2. Die Interessen und Belange von Jugendlichen und jungen Erwachsenen müssen bei den aktuellen Entscheidungen stärker eingebunden und die jungen Menschen mehr beteiligt werden.
  3. Das Bildungssystem muss – auch länderübergreifend – mehr vereinheitlicht werden.
  4. Es muss eine stärkere Verknüpfung hergestellt werden zwischen der Kinder- und Jugendhilfe einerseits und dem Bildungssystem andererseits.
  5. Der Bereich Ausbildung muss deutlich stärker in den Fokus genommen werden. Ausbildung darf nicht als „Bildung zweiter Klasse“ gesehen, sondern muss als gleichwertig mit einem Studium herausgestellt werden.
  6. Es braucht eine deutlich stärkere Unterstützung bei der Suche, dem Beginn und dem Abschluss eines Ausbildungsverhältnisses.

Careleaver-Deutschlandkarte – ein Aufruf

 

Wir möchten auf unserer Homepage eine Deutschlandkarte veröffentlichen, auf der Angebote für Careleaver und Carereceiver gesammelt und verlinkt werden – dies beinhaltet einzelne Netzwerkmitglieder und Regionalgruppen des Careleaver e.V., aber auch Careleaver-Projekte, Ombudschaften und sonstige Angebote für Careleaver und Carereceiver.

Die Karte soll für Careleaver, Fachkräfte und alle weiteren Interessenten über die Homepage des Vereins zugänglich sein. Wir wollen damit einen ersten Überblick über unsere Vereinsstrukturen, aber auch generell über weitere Unterstützungsmöglichkeiten für Careleaver und Carereceiver bieten.

Wenn Sie für Angebote oder Projekte im Kontext Leaving Care verantwortlich sind und Interesse haben auf unserer Karte zu erscheinen, melden Sie sich gerne bei uns unter: info@careleaver.de

Der Careleaver e.V. sucht Vorstandsreferent*in

Der Careleaver e.V. ist eine der wichtigsten Interessenvertretungen in Deutschland für Menschen, die in der stationären Kinder- und Jugendhilfe aufgewachsen sind. Der Verein wurde 2014 gegründet und wird derzeit vom Bundesfamilienministerium gefördert.

Zum 01.05.2021 (oder zum frühestmöglichen Zeitpunkt) suchen wir zunächst befristet bis zum 31.12.2021 eine*n Vorstandsreferent*in.

Du  hast Lust, in einer jungen, aufstrebenden NGO mitzuarbeiten und verfügst über Erfahrungen in der Kinder- und Jugendhilfe oder in der Advocacy- und Lobbyarbeit?

Dann freuen wir uns auf Deine Bewerbung:

Stellenausschreibung_20210307

 

Careleaver* Kollektiv Leipzig positioniert sich zur aktuellen integrierten Kinder- und Jugendhilfeplanung

Aus Sicht von Careleaver*innen ist die aktuelle integrierte Kinder- und Jugendhilfeplanung in Leipzig unzureichend. Deshalb fordert der Beirat des Careleaver* Kollektivs Leipzig in einer Stellungnahme, das Thema Leaving Care dort besser zu verankern.

Die kommunale Kinder- und Jugendhilfeplanung ist ein wichtiges Planungs- und Steuerungselement für künftige Hilfen. Das Careleaver Kollektiv Leipzig will sich mit der Stellungnahme aktiv in die anstehenden Diskussionsprozesse einmischen und Impulse für die anstehenden Beschlussverfahren geben, um das kommunale Übergangsmanagement für Careleaver*innen in Leipzig voranzutreiben.

Auch in Leipzig ansässige Mitglieder des Careleaver e.V. unterstützen dieses Engagement aktiv auf kommunaler Ebene.

Stellungnahme zur iKJHP Beirat Careleaver Kollektiv Leipzig Feb21

Neues Positionspapier fordert Bildungsgerechtigkeit

Mit dem Entwurf des neuen Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes besteht derzeit die Hoffnung, dass auch Deutschland sich dafür entscheidet, jungen Menschen einen guten und stabilen Start ins Erwachsenenleben zu ermöglichen, die nicht das Privileg haben, auf eine funktionale Herkunftsfamilie zurückgreifen zu können.

Ein wichtiger Knackpunkt ist dabei, ob die Hilfen für über 18-Jährige nur gewährt werden, wenn die jungen Volljährigen Defizite aufweisen. Oder ob – im Gegenteil – gerade eine positive Entwicklung, zum Beispiel ein angestrebter höherer Bildungsabschluss, nicht vielmehr ausschlaggebend dafür sein sollte, ob weiter Hilfe gewährt wird.

Sowohl bei unserer Anhörung im Bundestag als auch in der dazu veröffentlichten Stellungnahme, haben wir ausführlich auf die Fallstricke aufmerksam gemacht, die im bisherigen Gesetzesentwurf im Zusammenhang mit § 41 (Hilfen für junge Volljährige) bestehen.

Ausschlaggebend dafür, ob künftig mehr jungen Erwachsenen „Hilfen über 18“ gewährt werden, ist, ob es sich dabei um eine „Kann“- oder um eine „Soll“-Regelung handelt.

Leider geht die aktuelle Empfehlung des Bundesrats hier nun in die entgegengesetzte Richtung und droht die aktuell häufig rechtswidrige Praxis, jungen Menschen Hilfe vorzuenthalten, zu legalisieren.

Der Bundesrat empfiehlt im Zusammenhang in § 41 Abs. 1 S. 1 SGB VIII-E das Wort „gewährleistet“ durch die Wörter „erwarten lässt“ zu ersetzen. Mit folgender Begründung: „Die Hilfe für junge Volljährige ist verbindlicher ausgestaltet. Die gewählte Formulierung verdeutlicht, dass nicht in der Mehrzahl der Fälle generalisierend eine weitere Hilfe erforderlich ist, sondern jeder Einzelfall zu prüfen ist.“

Sollte der Bundestag dieser Empfehlung folgen, steht zu befürchten, dass zukünftig noch mehr junge Menschen mit ihrem 18. Geburtstag sich selbst überlassen werden. Damit würde das Gegenteil der ursprünglichen Intention des Gesetzesentwurfes erreicht.

Der Careleaver e.V. bekräftigt in seinem aktuellen Positionspapier seine Forderung nach gerechten Bildungschancen für Careleaver. Dies erfordert eine Umkehr von der defizitorientierten hin zur ressourcenorientierten Jugendhilfe und schließt die Forderung nach einem eigenen Rechtstatus für Careleaver mit ein.

Wir fordern, dass künftig niemand seinen Abschluss gefährdet, weil er*sie kurz vor  dem Abitur oder Ausbildungsabschluss die Jugendhilfe verlassen muss.

Wir fordern, dass Careleaver von ihren leiblichen Eltern freigestellt werden und damit zum Beispiel bei der Beantragung von Bafög oder Ausbildungshilfen nicht mehr auf die aktive Mitarbeit ihrer Eltern angewiesen sind.

Zudem könnten so Careleaver endlich von Unterhaltsleistungen für ihre leiblichen Eltern befreit werden – nicht ohne Grund haben Sie schließlich nicht bei ihnen, sondern in der stationären Jugendhilfe gelebt.Positionspapier_2021_02

Der Jahresbericht 2020 ist da!

Mit dem Jahresbericht 2020 möchten wir Sie und euch an unserer Arbeit und am Vereinsgeschehen teilhaben lassen. Zudem sagen wir an dieser Stelle ganz herzlich Dankeschön für all die Unterstützung, die wir im vergangenen Jahr erhalten haben!

Bei Fragen und Rückmeldungen dazu können Sie sich und ihr euch gerne unter info@careleaver.de an uns wenden.

Careleaver_Jahresbericht_2020

SGB VIII Reform – Careleaver zeigen Gesicht

Am 22. Februar berät der Familienausschuss über den Entwurf des neuen Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes. Wir sind der Meinung, die Kostenheranziehung muss weg. Sie setzt in einer sensiblen Phase des Übergangs die falschen Anreize. Sie ist unsinnig, weil der dafür betriebene Verwaltungsaufwand nicht im Verhältnis zu den dadurch eingenommenen Geldern steht. Vor allem aber ist sie ungerecht. Weil sie ausgerechnet die jungen Menschen zusätzlich benachteiligt, die aufgrund ihrer Herkunft auf dem Weg in die Selbständigkeit zahlreiche Hindernisse zu überwinden haben.