Der Jahresbericht 2020 ist da!

Mit dem Jahresbericht 2020 möchten wir Sie und euch an unserer Arbeit und am Vereinsgeschehen teilhaben lassen. Zudem sagen wir an dieser Stelle ganz herzlich Dankeschön für all die Unterstützung, die wir im vergangenen Jahr erhalten haben!

Bei Fragen und Rückmeldungen dazu können Sie sich und ihr euch gerne unter info@careleaver.de an uns wenden.

Careleaver_Jahresbericht_2020

SGB VIII Reform – Careleaver zeigen Gesicht

Am 22. Februar berät der Familienausschuss über den Entwurf des neuen Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes. Wir sind der Meinung, die Kostenheranziehung muss weg. Sie setzt in einer sensiblen Phase des Übergangs die falschen Anreize. Sie ist unsinnig, weil der dafür betriebene Verwaltungsaufwand nicht im Verhältnis zu den dadurch eingenommenen Geldern steht. Vor allem aber ist sie ungerecht. Weil sie ausgerechnet die jungen Menschen zusätzlich benachteiligt, die aufgrund ihrer Herkunft auf dem Weg in die Selbständigkeit zahlreiche Hindernisse zu überwinden haben.

Online-Fachtagung (Bald) volljährig!?  – Na dann mal ziemlich zügig“

Am 1. und 2. Februar 2021 fand online ein Fachtag mit dem Titel „(Bald) volljährig!?  – Na dann mal ziemlich zügig“ vom Landesjugendamt Rheinland-Pfalz statt. Das Interesse an dem Thema war groß und so fanden sich unter den Zuhörenden zahlreiche Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe. Die Betroffenenperspektive brachten Katharina Treyer und Marie Laser vom Careleaver e.V. ein. Katharina schilderte die Schwierigkeiten, die Careleaver erleben, gab aber auch Hinweise was Careleavern den Übergang erleichtert und erläuterte die Arbeit des Vereins. Marie ging auf die aktuellen rechtlichen Grundlagen und auf den Entwurf vom Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen ein. Im Plenum wurde überlegt was jeder Einzelne aus den zwei Tagen mitnimmt und in seiner täglichen Arbeit mit Careleavern berücksichtigen will. Durch die unterschiedlichen Akteure wie Sozialarbeitende aus Wohngruppen, Careleaverprojekten und Jugendämtern, entstand ein interessanter Austausch, der verschiedene Perspektiven und Interessen widerspiegelte. Einige Fachkräfte und Einrichtungen waren sehr interessiert an einem weiteren Austausch mit dem Careleaver e.V., sodass wir hoffen, mit unseren Beiträgen etwas bewegt zu haben.

Notfallfonds – ein Rückblick

Mit dem Notfallfonds haben Careleaver in finanziellen Notsituationen die Chance, Unterstützung zu finden, um wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen. Seit fast einem Jahr gibt es ihn nun, da ist es doch an der Zeit, einen Blick zurück zu werfen.

Über 30 Anträge…

…sind bei uns eingegangen. Dabei ist es uns immer wichtig, jede einzelne Lebensgeschichten hinter den Anträgen zu sehen. Careleaver begegnen immer wieder herausfordernden Lebensumständen und werden diese zur Notsituation, ist der Notfallfonds eine Anlaufstelle bei der nicht nur finanzielle Unterstützung möglich ist, sondern auch Beratung stattfindet, um das Problem bei der Wurzel zu packen.

15 Spender*innen…

…haben es 2020 möglich gemacht, Careleavern die Unterstützung zukommen zu lassen, die sie brauchten. An dieser Stelle möchten wir ein herzliches Dankeschön aussprechen.

Wir hoffen auch sehr, dass der Notfallfonds 2021 wieder so gut aufgestellt sein wird und so viel positive Resonanz erfährt.

9 Ehrenamtliche…

… setzen sich in ihrer Freizeit dafür ein, dass Anträge schnell bearbeitet werden, der Fonds bekannter wird, Spenden akquiriert werden uvm. Ohne sie wäre das Vorhaben gar nicht umsetzbar.

Alle Fragen und Anträge können direkt an notfallfonds@careleaver.de gerichtet werden.

Oder möchten Sie spenden?

Careleaver e.V.
IBAN: DE 78 2595 0130 0034 7578 79
Sparkasse Hildesheim

Verwendungszweck: Notfallfonds

Kampagne #mehralscareleaver

Am 20.1. startet die Kampagne #mehralscareleaver der Initiative Brückensteine, damit der Begriff Careleaver bekannter wird und um zu zeigen, dass Careleaver mehr sind als dieser Teil ihrer Biografie. Es gibt ganz viele Möglichkeiten mitzumachen. Mehr Infos gibt es hier: www.mehralscareleaver.de und bei Instagram unter dem Hashtag #mehralscareleaver

20210119_PM_MehrAlsCareleaver_final

Teilnahme am digitalen Expert*innengespräch „Leaving Care in der Kommune – Modelle gelingender Übergänge“

Wir, Anna Widder (Vereinsmitglied) und Katharina Treyer (Vorstandsreferentin des Careleaver e.V.), haben am 11.1.21 am digitalen Expert*innengespräch der IGfH und der Universität Hildesheim zum Thema „Leaving Care in der Kommune – Modelle gelingender Übergänge“ teilgenommen. Die Entwicklung kommunaler Übergangs-Infrastrukturen bildet dabei einen besonderen Schwerpunkt. Somit reagiert das gemeinsame Projekt auf den wachsenden Bedarf in Kommunen, in Kooperation von öffentlichen und freien Trägern und Careleaver Initiativen, eine Infrastruktur für Careleaver aufzubauen und hat zum Ziel kommunale Akteur*innen und Entscheidungsträger*innen bei diesem Aufbau zu beraten und weitere Schritte zu einer verbesserten Übergangsbegleitung für Careleaver anzuregen.

Personen aus ganz verschiedenen Bereichen – vom Jugendamt, über Jugendhilfeträger und Hochschule bis hin zu Selbstorganisationen – haben sich aufgrund einer Idee zusammengesetzt und konstruktiv diskutiert, wie kommunale Infrastrukturen zukünftig aussehen kann. Wir sind auf die nächsten Schritte gespannt und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Digitales Plätzchenbacken und andere Weihnachtsaktionen

Während den Weihnachtsfeiertagen veranstaltete der Care Leaver e.V. verschiedene Online-Angebote. Ziel war es, trotz der entfallenen Präsenz-Weihnachtsfeier, Gemeinschaft und Austausch untereinander zu ermöglichen.

Unter anderem fand am vierten Advent ein digitales Plätzchen backen statt.

Damit wirklich jede*r mitmachen konnte, wurden vorab möglichst viele unterschiedliche Rezepte gesammelt und an alle Interessierten gesendet.

Anschließend wurden sich gegenseitig per Post kleine Kostproben zugeschickt und per Videochat gemeinsam verspeist.

Es ergab sich trotz Onlineformat die Gelegenheit, dass neue Gesichter alte Mitglieder in entspannter Runde besser kennenlernten. Außerdem entstand spontan ein Spielenachmittag. Auch wenn leider nicht alle gängigen Gesellschaftsspiele über die Distanz funktionierten, wurden Klassiker wie „Kniffel“ oder „Stadt, Land, Fluss“ online mit Erfolg und jeder Menge Spaß getestet.

Kim, 19 Jahre, aus Stuttgart