Einladung zum digitalen Netzwerktreffen

Leider entspannt sich die Situation nicht, so dass wir uns entschieden haben, das Netzwerktreffen – ursprünglich in Kirchvers – online durchzuführen. Wir sind uns bewusst, dass ein Online-Treffen kein Treffen in Präsenz ersetzen kann. Dennoch möchten wir euch die Möglichkeit geben, euch online an dem Wochenende vom 21.-24. Mai zu sehen.

Das Vorbereitungs-Team hat ein abwechslungsreiches Online-Programm auf die Beine gestellt, mit vielfältigen Möglichkeiten, sich beim gemeinsamen Kochen und Fotos zeigen näher kennenzulernen.

Wer noch weitere Ideen für Angebote hat und dafür gerne einen virtuellen Raum zur Verfügung hätte, soll sich gerne beim Orga-Team melden.

Alle weiteren Infos, die genauen Termine und wo ihr euch zu den jeweiligen Sessions anmelden könnt, findet ihr in der Einladung.

Einladung_Online-Netzwerktreffen_21.-24.05.2021

Careleaver e.V. im WDR-Feature: Mehr Rechte für Pflegekinder

Zeitgleich mit der 2. und 3. Beratung im Bundestag über das Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen hat der WDR heute ein Feature über die Situation von Careleavern gesendet.

Mehrere Mitglieder des Careleaver e.V. kommen darin zu Wort und erklären, wie es ihnen im Übergang aus der Jugendhilfe in die Selbständigkeit ergeht und warum Careleaver einen eigenen Rechtstatus brauchen. Oder, wie unsere stv. Vorsitzende Melanie Overbeck es im Beitrag ausdrückt: Careleaver müssen das Recht auf Scheidung von ihren leiblichen Eltern bekommen.

Link zum Beitrag 

In Bayern tut sich was!

Das Auftakttreffen der Careleaver Regionalgruppe in München war gut besucht, die Gruppe wächst und es gibt jede Menge Ideen für nächste Aktivitäten.

Außerdem hat sich auf Initiative von Fachkräften und Studierenden der Hochschule für soziale Arbeit in Landshut die Initiative Care Leaver in Bayern gegründet. Sie laden zu einem virtuellen Gespräch mit der Grünen-Abgeordneten Kerstin Celina einlädt.

Thema: Brauchen Careleaver in Bayern eine Lobby?

Zugangslink und weitere Infos findet ihr auf ihrem Flyer:

Einladung-Veranstaltung-Leaving Care

 

25. April Global Care Leavers` Community Cafe

Einmal im Monat lädt die Careleaver Community zum Austausch ins Global Care Leavers`Cafe. Dieses Mal geht es um das Thema „building healthy relationships“ – wie können wir gute Netzwerke aufbauen?

Das virtuelle Treffen wird von einem Team aus indischen und deutschen Care Leavern gemeinsam vorbereitet..

Schaut vorbei und diskutiert mit Careleavern aus der ganzen Welt.

Anmelden könnt ihr euch über diesen Link

http://careleaverscommunity.org/upcoming.html

Außerdem liegt jetzt der Abschlussbericht der ersten Careleaver-Convention vor, die von Oktober bis November 2020 stattgefunden hat. Über 2300 Teilnehmende aus 83 Ländern haben daran teilgenommen und so den Grundstein für ein weltweites Careleaver-Netzwerk gelegt.

Die Ergebnisse dieses erfolgreichen Treffens unter dem Motto „Nothing about Us for Us“ sind in diesem Report nochmal zusammengefasst. Außerdem erfahrt ihr, wie es weitergeht und was die nächsten Ziele und Aktionen des internationalen Careleaver-Netzwerks sind.

CLC_Report

Zukunftsimpulse für die Heimerziehung

Mit einem Gespräch über „Empfehlungen zur Weiterentwicklung aus dem Zukunftsforum Heimerziehung“ eröffnete unsere Vorsitzende Ruth Seyboldt gemeinsam mit Alain Lukianoff, Vorsitzender des Landesheimrats Hessen und Angela Maria Lögering (stv. Leiterin des Referats Rechtsfragen der Kinder- und Jugendhilfe im BMFSFJ) die von der IGFH organisierte Transfertagung des Zukunftsforums Heimerziehung.

Das Zukunftsforum Heimerziehung hat in den vergangenen zwei Jahren als fachliches Diskussionsforum unter systematischer Beteiligung von Kindern, Jugendlichen und Eltern einige zentrale Entwicklungsbedarfe und Strukturmerkmale gelingender Heimerziehung herausgearbeitet. Das jetzt vorgestellte Abschlusspapier verdichtet die Empfehlungen und Forderungen aus (Beteiligungs-) Werkstätten, Expertisen, Dokumentationen und der Diskussionen der begleitenden bundesweit besetzten Expert*innenrunde.

Unsere Vorsitzende betonte vor allem, wie wichtig es ist, Kinder- und Jugendliche künftig stärker zu beteiligen. „Ich hatte früher eher das Gefühl, dass Andere über mich entscheiden, und habe mich deshalb ohnmächtig gefühlt.“ Außerdem plädierte sie für einen sensibleren Umgang der Einrichtungen, in puncto soziale Teilhabe. „Es kann zum Beispiel wirklich peinlich sein, wenn man mit dem Einrichtungsauto, das auffällig beklebt ist, irgendwo hingebracht oder abgeholt wird. Oder wenn in der Einrichtung irgendwelche Punkte- oder Putzpläne frei einsehbar sind und jeder, der mich besuchen will, sieht, wie ich mich benommen habe.“

Das Abschlusspapier macht deutlich, dass es notwendig ist, „Heimerziehung“ neu in der Gesellschaft zu positionieren.

 

Jetzt das SGB VIII verwirklichen

Offener Brief an alle Entscheidungsträger*innen und Beteiligte am Gesetzgebungsverfahren

Gemeinsam mit der Internationalen Gesellschaft für Erzieherische Hilfen (IGFH) und der Universität Hildesheim hat der Careleaver e.V. einen „offenen Brief“ verfasst. Darin rufen wir alle Entscheidungsträgerinnen am Gesetzgebungsverfahren nochmal dazu auf, dafür einzutreten, dass die Rechte von Careleaver*innen und Selbstvertretungsorganisationen im Zuge der Reform nachhaltig gestärkt werden.

Die jetzige Reform geht zwar einen großen Schritt hin zu einem eigenen Rechtsanspruch von Careleaver*innen. Damit dieser aber auch in der Praxis gut umgesetzt werden kann, müssen die angestoßenen Veränderungen im §41 SGB noch weiter ausgebaut und klarer akzentuiert werden.

Hilfen dürfen künftig nicht mehr gegen den Willen von Careleaver*innen beendet werden, so lange sie sich in der Ausbildung befinden oder noch zur Schule gehen. Auch der Anspruch auf Weiterbewilligung von Hilfen für junge Volljährige, wenn eine Hilfe geeignet und notwendig ist um Bildungsprozesse zu stabilisieren, muss dringend verdeutlicht werden.

Offener Brief_Care Leaver

Gemeinsamer Infoabend mit der Stiftung der Deutschen Wirtschaft zu Stipendien

Das Studienförderwerk Klaus Murmann der Stiftung der Deutschen Wirtschaft honoriert in seinem Auswahlverfahren besondere Leistungen, die junge Menschen in der Jugendhilfe im Vergleich zu ihrer Peer Group mit intakten Elternhäusern zu bewältigen haben.

Gemeinsam mit der Stiftung lädt der Careleaver e.V. deshalb zu einem digitalen Infoabend ein, am Dienstag, den 6. April 2021 um 20:00 Uhr.

Die Einwahl dazu erfolgt über diesen Link.

Aktuell können sich Studierende aller Fächer für ein Stipendium bewerben. Neben einer monatlichen finanziellen Unterstützung (bis zu 752€/Monat) umfasst die Förderung Workshops mit vielfältigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Themen sowie ein starkes Netzwerk aus Stipendiat*innen, Alumni und Ehrenamtlichen. Für Lehramtsstudierende und Studierende der Kindheitspädagogik gibt es darüber hinaus spezielle Stipendienprogramme. Förderbeginn ist der 1. Oktober 2021. Das Bewerbungsportal ist bis zum 30. April 2021 (12:00 Uhr MESZ) geöffnet. Alle Infos zur Bewerbung findet ihr hier.

Der Infoabend dient dazu, Fragen zu stellen und sich hilfreiche Tipps für die eigene Bewerbung zu holen. Bei Interesse oder Fragen könnt ihr euch gerne auch direkt bei Anna-Maria Pedron (A.Pedron@sdw.org) melden.

Und wer sich denkt: Studium, das ist nichts für mich, der sollte sich das Zeig was du kannst! – Programm der Stiftung für Haupt- und Realschüler*innen anschauen, das junge Menschen im Übergang von Schule und Beruf unterstützt.

Fachtag „Careleaving und Beteiligung in der Pflegekinderhilfe“

Pflegekinder müssen sich in der Zeit des Übergangs gleich zweimal ablösen: Einmal von den leiblichen Eltern und gleichzeitig von der Pflegefamilie. Beide Ablösungsprozesse stellen sie vor spezifische Herausforderungen, auf die sie sich oft nicht vorbereitet fühlen.

Bin ich nach dem Prozess des „Leaving Care“ eigentlich noch Teil der Pflegefamilie? Wie halte ich Kontakt zu meiner Herkunftsfamilie?

Der Fachtag des Kompetenzzentrums Pflegekinderhilfe bot mit Prof. Dr. Karin Werner (ZHAW) und Dr. Carolin Ehlke (Uni Hildesheim) einen interessanten Einblick in den aktuellen Stand der Forschung. Bei verschiedenen kurzweiligen Diskussionsrunden und beim virtuellen Messerundgang wurde erstmalig ein bundesweites Forum geboten, um das Thema Careleaving speziell mit dem Fokus auf die Situation von Pflegekindern zu diskutieren.

Beim virtuellen Messe-Rundgang wurden verschiedene Good-Practice-Ansätze vorgestellt., auch der Careleaver e.V. . Melanie Overbeck, 2. Vorsitzende des Careleaver e.V., stand hier allen Fragen der Fachtagteilnehmer*innen Rede und Antwort.

Auch im Careleaver e.V. werden wir uns in nächster Zeit intensiver mit den spezifischen Herausforderungen von Pflegekindern während des Prozesses des „Leaving Care“ beschäftigen. Wir freuen uns deshalb sehr über die Kooperation mit dem Kompetenzzentrum Pflegekinder Berlin, die wir künftig noch weiter intensivieren wollen.